Herbstmüdigkeit im Büro [Beitrag]

Stärkung von Energie und Immunsystem im Herbst am Arbeitsplatz

Schlapp, erschöpft, dauerhaft erkältet? Warum der Herbst zur unterschätzten Belastungsprobe für Ihr Team wird

Die Tage werden kürzer, die Meetings gefühlt länger: Wenn draußen das Licht fehlt, sinkt drinnen oft die Energie. Die ersten Kolleg:innen husten wieder, die Konzentration in Besprechungen lässt nach, und am Ende der Woche fühlen sich alle ein wenig ausgelaugter als noch im Sommer. Was viele als unvermeidliches “Herbsttief” abtun, ist tatsächlich eine erklärbare Reaktion des Körpers auf weniger Licht, schwankende Temperaturen und ein Immunsystem im Ausnahmezustand. Die gute Nachricht: Genau hier lässt sich mit einfachen Mitteln gegensteuern – bevor die Erkältungswelle den Krankenstand in die Höhe treibt.

„Wir wissen mittlerweile, dass der Mensch, der tagsüber nicht mehr im ursprünglichen Sinne 'draußen' ist, eigentlich in biologischer Dunkelheit lebt."

Der Herbst-Effekt in Zahlen

Dass Herbst und Winter den Krankenstand in die Höhe treiben, ist kein subjektiver Eindruck, sondern durch Daten belegt. Nach Auswertung der DAK-Gesundheit stiegen die Fehltage aufgrund von Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent, ausgelöst vor allem durch die Erkältungswelle zu Jahresbeginn 2. Atemwegserkrankungen hatten mit 22,4 Prozent den größten Anteil am gesamten Krankenstand – noch vor psychischen und Muskel-Skelett-Erkrankungen 2. Auch über das Jahr betrachtet zeigt sich ein klares Muster: Die jährlich wiederkehrenden Erkältungswellen sorgen regelmäßig für einen Anstieg der Ausfallzeiten in den Herbst- und Wintermonaten, wobei die Ausfallquote in dieser Zeit seit 2022 spürbar höher liegt als zuvor 3. Im Schnitt war jeder Beschäftigte in Deutschland 2024 rund 22 Tage krankgeschrieben 3 – ein Wert, der sich in den kommenden Wochen in vielen Teams erneut bemerkbar machen dürfte.

Was Licht und Vitamin D mit dem Immunsystem machen

Hinter der saisonalen Erschöpfung steckt ein biologisch gut erklärbarer Mechanismus. Vitamin D wird zu 80 bis 90 Prozent durch UV-B-Strahlung in der Haut gebildet – und genau diese Strahlung fehlt in den dunklen Monaten: Nördlich etwa der Höhe Kölns reicht der Sonnenstand von Oktober bis März nicht mehr aus, um eine nennenswerte körpereigene Vitamin-D-Produktion zu ermöglichen. Über die Ernährung lässt sich nur ein kleiner Teil des Bedarfs decken. Das ist relevant, weil Vitamin D eine wichtige Rolle für die normale Funktion des Immunsystems spielt. Wie stark der Mangel in der Bevölkerung tatsächlich ausfällt, zeigt die deutsche DEGS1-Erhebung: In den Monaten November bis April wiesen 25 Prozent der Untersuchten einen schweren Vitamin-D-Mangel auf, in den Monaten Februar und März waren es sogar über 50 Prozent 4. Diese Unterversorgung trifft ausgerechnet auf die Zeit, in der das Immunsystem durch Kälte, trockene Heizungsluft und mehr Zeit in Innenräumen ohnehin stärker gefordert ist.

Ernährung und Bewegung als Stellschrauben im Arbeitsalltag

Während sich der Sonnenstand nicht beeinflussen lässt, haben Unternehmen bei zwei anderen Faktoren durchaus Gestaltungsspielraum: Ernährung und Bewegung. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung unterstützt die körpereigene Abwehr auch dann, wenn die körpereigene Vitamin-D-Produktion pausiert. Regelmäßige Bewegung wiederum kurbelt den Kreislauf an, fördert die Durchblutung und wirkt nachweislich stimmungsaufhellend – ein doppelt wichtiger Effekt, wenn gleichzeitig das Licht fehlt. Gerade im Büroalltag, in dem viele Menschen den Großteil des Tages drinnen und sitzend verbringen, sind kleine, wiederkehrende Impulse oft wirksamer als einmalige Aktionen: eine kurze Bewegungspause zwischen zwei Meetings, ein bewusst gestalteter Ernährungsplan in der Kantine oder ein gemeinsamer Spaziergang in der Mittagspause. Wer diese Impulse jetzt im Herbst gezielt setzt, senkt nicht nur das Risiko für Erkältungen im Team, sondern stärkt auch Konzentration und Energielevel über die gesamte Saison hinweg.

Ihr Team fit für die kalte Jahreszeit: Unsere Lösungen für Ihr Unternehmen

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Company Move begleitet Sie mit gezielten Angeboten dabei, Ihr Team durch die dunkle Jahreszeit zu bringen:

  • Bewusste Ernährung – Themenseite mit Impulsen und Angeboten rund um eine ausgewogene, immunstärkende Ernährung im Arbeitsalltag.
  • Smoothie Bike – Teilnehmende radeln und mixen sich dabei ihren eigenen, nährstoffreichen Smoothie: eine aktive, spielerische Gesundheitsaktion für Bewegung und Ernährung in einem.
  • Standaktionen – Gesundheit & Ernährung – Kompakte Infostände direkt am Arbeitsplatz, die niedrigschwellig für gesunde Ernährung und mehr Wohlbefinden sensibilisieren.
  • Bewegungskurse – Aktivierung & Ausgleich – Kurze, aktivierende Bewegungseinheiten, die digital oder in Präsenz stattfinden und Kreislauf sowie Konzentration in Schwung bringen.
  • HRV Scan® – Stressanalyse – Eine Echtzeit-Messung der Herzratenvariabilität, die den aktuellen Stresslevel sichtbar macht und den Zusammenhang zwischen Stress und geschwächter Abwehr verdeutlicht.
  • BGM Digital – Flexible, ortsunabhängige Gesundheitsangebote, mit denen Sie auch Mitarbeitende im Homeoffice oder Hybrid-Teams während der Erkältungssaison erreichen.

Ihr Entwicklungsimpuls: Veränderung ist ein Prozess

Genauso wie sich der Körper nicht von einem Tag auf den anderen an weniger Licht und kühlere Temperaturen anpasst, lässt sich auch das Energielevel nicht auf Knopfdruck zurückholen. Neue Routinen – ob mehr Tageslicht, bewusstere Ernährung oder regelmäßige Bewegungspausen – brauchen Wiederholung, bis sie zur Gewohnheit werden. Das ist ein normaler Lernprozess, kein Zeichen mangelnder Disziplin. Entscheidend ist, klein anzufangen und dranzubleiben, statt auf die eine große Veränderung zu warten.

Praxis-Impuls: Die Tageslicht-Pause

Eine einfache Routine, die sich leicht in den Arbeitsalltag integrieren lässt:

  • Einmal am Vormittag für 10–15 Minuten nach draußen gehen – auch bei bewölktem Himmel liefert Tageslicht ein Vielfaches der Lichtstärke eines Büroraums.
  • Dabei bewusst ein paar Schritte gehen, statt still zu stehen.
  • Wenn möglich, direkt mit einer kurzen Besprechung oder einem Telefonat verbinden (“Walk & Talk”).

Diese Routine unterstützt den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus, wirkt sich positiv auf Konzentration und Stimmung aus und lässt sich unkompliziert in nahezu jeden Arbeitstag einbauen.

Fazit

Herbstmüdigkeit ist kein unabwendbares Schicksal, sondern eine biologisch erklärbare Reaktion auf weniger Licht und ein gefordertes Immunsystem – und genau deshalb lässt sie sich gezielt abfedern. Unternehmen, die jetzt in Ernährung, Bewegung und kleine Tageslicht-Routinen investieren, senken nicht nur das Risiko für die nächste Erkältungswelle, sondern sorgen auch für spürbar mehr Energie und Konzentration im Team – über die gesamte kalte Jahreszeit hinweg.

Möchten Sie Ihr Team jetzt fit für Herbst und Winter machen? Sprechen Sie uns an – gemeinsam finden wir die passenden BGM-Maßnahmen für Ihr Unternehmen.

Quellenverzeichnis

1 Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung. (2011). Fragen an Schlafforscher Dieter Kunz. Interview. Abgerufen von https://www.wissenschaftsjahr.de/2011/zielgruppen-navigation/presse/meldungen-aus-der-gesundheitsforschung/forsa-umfrage-schlaf-ist-fuer-viele-ein-geheimnis/fragen-an-schlafforscher-dieter-kunz.html

2 DAK-Gesundheit. (2025). Grippe- und Erkältungswelle hält Krankenstand auf hohem Niveau. Analyse des IGES Instituts. Abgerufen von https://www.dak.de/presse/bundesthemen/gesundheitsreport/grippe-und-erkaeltungswelle-haelt-krankenstand-auf-hohem-niveau_144770

3 Institut der deutschen Wirtschaft (iwd.de). (2025). Der Krankenstand in Deutschland. Auswertung des Dachverbands der Betriebskrankenkassen. Abgerufen von https://www.iwd.de/artikel/krankenstand-in-deutschland-498654/

4 Lange, U., Schulz, N., & Klemm, P. (2023). Lifestyle-Medikament Vitamin D. Was gibt es an Evidenz? Zeitschrift für Rheumatologie. Abgerufen von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10695873/

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