Jede zweite Fachkraft ist betroffen [Beitrag]

Symbolbild für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Prävention von Übergewicht und Diabetes Typ 2 im Unternehmenskontext

Übergewicht am Arbeitsplatz: Wenn Prävention zur Chefsache wird

Über 50 % der Erwachsenen in Deutschland gelten heute als übergewichtig – und damit auch ein erheblicher Teil Ihrer Belegschaft.¹ Was auf den ersten Blick wie ein rein privates Thema wirkt, ist längst zu einer der größten gesundheitlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen für Unternehmen geworden. Steigendes Übergewicht erhöht das Risiko für Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle erheblich – mit direkten Folgen für Leistungsfähigkeit, Fehlzeiten und langfristige Gesundheitskosten in Ihrem Unternehmen. Die gute Nachricht: Mit einem durchdachten Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) lässt sich hier gezielt und wirksam ansetzen.

„Regelmäßige Bewegung hilft präventiv gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Krebserkrankungen, Osteoporose und Übergewicht."

Eine wachsende Volkskrankheit: Übergewicht in Zahlen

Die aktuelle Datenlage zeichnet ein klares Bild: Laut Statistischem Bundesamt sind 53,4 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland übergewichtig (BMI > 25), fast 18 % gelten sogar als adipös (BMI > 30).² Aktuelle Erhebungen wie der Mikrozensus und die GEDA-Studie des Robert Koch-Instituts bestätigen diesen Trend eindeutig.¹ Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) beziffert die direkten und indirekten Kosten durch starkes Übergewicht auf über 63 Milliarden Euro jährlich.¹ Für Unternehmen bedeutet das: Übergewicht ist längst kein Randthema mehr, sondern ein handfester wirtschaftlicher Faktor.

Diabetes Typ 2 und Schlaganfall: Was die Forschung zum Risiko sagt

Die gesundheitlichen Risiken, die mit Übergewicht einhergehen, sind wissenschaftlich gut belegt. Klinische Studien – etwa die TULIP-Studie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) – zeigen ein deutlich erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit Übergewicht und Adipositas.³ Auffällig ist dabei, dass ein Großteil der Betroffenen bereits klinisch relevante Stoffwechselveränderungen aufweist, die das Risiko für Folgeerkrankungen wie Schlaganfall und Diabetes Typ 2 zusätzlich erhöhen.³ Ergänzend betont die Forschung rund um Bewegungsmangel, dass körperliche Inaktivität einer der zentralen Treiber dieser Entwicklung ist und eigenständig als Risikofaktor für Zivilisationskrankheiten gilt.

Zwischen Ergonomie und Stigmatisierung: Übergewicht im Berufsalltag

Im unternehmerischen Kontext zeigt sich das Thema von zwei Seiten. Zum einen setzt das Betriebliche Gesundheitsmanagement sowohl auf Verhältnisprävention (z. B. ergonomische Arbeitsplätze, Bewegungsförderung im Arbeitsalltag) als auch auf Verhaltensprävention (z. B. Ernährungsberatung, Gesundheits-Coachings), um Mitarbeitenden nachhaltige Unterstützung zu bieten.⁴ Zum anderen zeigen Studien der Adipositas Gesellschaft, dass übergewichtige Mitarbeitende im Berufsalltag häufig mit Nachteilen oder psychischem Druck konfrontiert sind.⁵ Ein wirksames BGM muss daher nicht nur präventiv wirken, sondern auch aktiv Akzeptanz fördern und Stigmatisierung entgegenwirken.⁶ Der Lohn für Unternehmen: Gezielte Lebensstilinterventionen senken nachweislich das Risiko für Arbeitsausfälle und chronische Erkrankungen – und stärken damit langfristig die Leistungsfähigkeit des gesamten Teams.³

Unsere Lösungen für ein gesünderes Team

Company move unterstützt Unternehmen mit praxisnahen BGM-Angeboten, die genau an den beschriebenen Handlungsfeldern ansetzen:

Ihr Entwicklungsimpuls: Veränderung ist ein Prozess

Veränderung geschieht nicht über Nacht. Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten haben sich oft über Jahre eingeschliffen – entsprechend braucht es Zeit und Geduld, sie behutsam zu wandeln. Das ist kein Zeichen von mangelnder Willenskraft, sondern ein völlig normaler Lernprozess, den jeder Mensch in seinem eigenen Tempo durchläuft. Entscheidend ist nicht die perfekte Lösung, sondern der erste kleine Schritt – und die Bereitschaft, ihn immer wieder zu gehen.

Praxis-Impuls: Die 2-Minuten-Bewegungspause

Eine einfache, sofort umsetzbare Übung für den Arbeitsalltag:

  1. Stehen Sie auf und strecken Sie beide Arme für 10 Sekunden über den Kopf.
  2. Rollen Sie die Schultern jeweils 5-mal langsam nach vorn und nach hinten.
  3. Gehen Sie 1 Minute lang bewusst auf der Stelle oder einmal um Ihren Schreibtisch.
  4. Schließen Sie mit drei tiefen Atemzügen ab – bewusst ein- und ausatmen.

Diese kurze Einheit lässt sich problemlos mehrmals täglich zwischen Meetings einbauen und wirkt als niedrigschwelliger erster Schritt gegen Bewegungsmangel im Büroalltag.

Fazit: Die Zukunft des BGM liegt im gesunden Altern

Übergewicht ist eine gesellschaftliche Realität – aber kein unabwendbares Schicksal. Für Unternehmen bietet sich hier eine echte Chance: Mit gezielten BGM-Maßnahmen lässt sich nicht nur das Risiko für Diabetes Typ 2 und Schlaganfall in der Belegschaft senken, sondern auch die Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden nachhaltig stärken. Der erste Schritt beginnt oft mit einer einfachen Standortbestimmung.

Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch, um die passenden BGM-Maßnahmen für Ihr Unternehmen zu finden.

Quellenverzeichnis

¹ Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) (2025). Übergewicht und Adipositas in Deutschland: Lebensbedingungen müssen gesünder werden.  ² Tagesschau (2024). Übergewicht in Deutschland: Mikrozensus-Daten.  ³ Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD). Neue Studie zu Adipositas-Kriterien zeigt: große Mehrheit der Betroffenen wird als klinisch adipös eingestuft.  ⁴ diabinfo.de. Betriebliches Gesundheitsmanagement.  ⁵ Deutsche Adipositas-Gesellschaft. Über Adipositas.  ⁶ Mittelstand und Familie. Betriebliches Gesundheitsmanagement bei PME. 

Zitat: AOK-Magazin (2023). Fit im Alltag mit Dr. Ingo Froböse. 

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